Der Nanosuit – nur Zukunftsmusik?

Wie sieht der Krieg der Zukunft aus? Diese Frage stellt sich fast jede militätrische Forschungsabteilung dieser Welt. Echte Visionen dieser Zukunft liefert aber vor allem die Spieleindustrie. Call of Duty mit seiner „Modern Warfare“-Reihe oder auch die neueren Battlefield-Teile versuchen immer innovativeres Kriegsgerät in ihre Spiele einzubauen. Die coolste Idee seit langer Zeit hatte aber Crytek mit dem Nanosuit.

nanosuit soldat im einsatz
Dieser Soldat hat noch keinen Nanosuit, in Zukunft könnte er zumindest einen Muskelanzug bekommen. (c) Schnoooki / pixelio.de

Special Forces, Nordkorea & der Nanosuit

Zum ersten Mal tauchte der Nanosuit in „Crysis“ 2007 auf – und faszinierte von Beginn an. Einziger Wermutstropfen für Spieler: die Anforderungen an die Hardware waren so hoch, dass vielen einen neuen Gamer PC zusammenstellen mussten, um Crysis überhaupt spielen zu können. Als Nomad, einem Squad-Mitglied einer geheimen US-Einheit von Special Forces, wird man auf einer Insel im Ostchinesischen Meer abgesetzt, um dort Aktivitäten der nordkoreanischen Armee zu untersuchen.

Dank Nanosuit unsichtbar auf Knopfdruck

Was sich storytechnisch wie ein normaler Ego-Shooter anhört, begeisterte viele Gamer – Grund dafür: der Nanosuit. Denn alle Soldaten des Squads steckten in einem Anzug, der auf der namensgebenden Nano-Technologie basierte und die Soldaten auf Knopfdruck schneller, stärker oder sogar unsichtbar machen konnte. Ausgerüstet mit dem Nanosuit ergaben sich im Kampf tausende neue Möglichkeiten: Als Spieler wurde man vor die Entscheidung gestellt, an den Gegnern im Tarnmodus vorbeischleichen, einzelne Gegner ausschalten oder im Panzerungs-Modus das ganze Lager dem Erdboden gleichmachen.

Wie weit ist die Nano-Technologie heute?

Neben findigen Gamern wäre der Nanosuit vor allem modernen Streitkräften von Nutzen.  Die Möglichkeiten den Gegner mittels Ganzkörpertarnung zu überlisten oder eine kugelsichere Weste für den gesamten Körper zu tragen, die nur wenige Kilogramm wiegt, klingen verlockend. Deshalb wird heutzutage bereits viel Geld in die Erforschung von Nano-Technologie gesteckt. Viel dabei herausgekommen ist allerdings noch nicht – bis auf extrem gut deckende Lacke oder atmungsaktive T-Shirts. Dem Nanosuit von Nomad am nächsten kommt ein Projekt der US-Armee, die an einem eigenen Kampfanzug arbeiten. Dieser Suit unterstützt die Muskelarbeit des Trägers und bietet ein 180 Grad-Display, das dem Träger alle relevanten Umgebungs- und Vital-Daten anzeigt und sogar die Steuerung von Drohnen ermöglicht.

Den Nanosuit aus „Crysis“ wird es wohl nie geben

Trotz der teilweise intensiven Bemühungen, einen Nanosuit zu erschaffen, wird es den Nanosuit aus „Crysis“ aber wohl nie geben. Selbst der Anzug der US-Armee unterstützt nur die Muskeln des Trägers, verbindet sich allerdings nicht mit dem neuralen System des Soldaten, der in ihm steckt. Deshalb werden solche Anzüge immer ein Fremdkörper bleiben, statt mit dem Träger zu verschmelzen wie es in „Crysis“ der Fall ist. Damit bleibt der Nanosuit nur ein virtuelles Konstrukt, dass auf den Schlachtfeldern dieser Welt nie zu Einsatz kommen wird, sondern nur vor dem Bildschirm – wo es auch deutlich ungefährlicher ist.

Nanosuit in Crysis im Einsatz
Der Nanosuit aus Crysis bleibt wohl erstmal nur Zukunftsmusik (c) CRYTEK / www.crytek.com

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