Die Geschichte vom Free to Play Gaming

Free to Play oder auch F2P ist ein Geschäftsmodell der Computerspielbranche. Es wir vor allem bei Online-Rollenspielen, Browsergames und Online-Shootern verwendet. Dabei steht das Spiel kostenlos zum Download zur Verfügung. Einnahmen werden unter anderem durch Werbung oder kostenpflichtige Zusätze, wie Items, Mounts usw. Meist muss man dazu eine Premium-Mitgliedschaft oder spezielle Ingame-Währung erwerben.

Free to Play Games immer beliebter

Free to Play Gaming Maus
Free to Play Games werden zum Großteil am PC gespielt (c) birgitH / pixelio.de

Free to Play Games wurden vor allem durch Browsergames bekannt. Shooter, Online-Rollenspiele und andere Großprojekte wurden bis dato meist durch den Verkauf der Spiele oder durch ein Abonement finanziert. Allerdings gingen in den meisten Spielen die Abonenntenzahlen drastisch zurück, während Free to Play Games immer größere Beliebtheit erfuhren. So kam es dazu, dass auch Spiele wie Aion, Tera oder Star Wars: The Old Republic von einem Abo-Modell auf ein F2P-Modell umgestiegen sind. Seitdem wird die Anzahl von Free to Play Games immer größer.

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Free to Play in allen Genres vertreten

Mittlerweile gibt es in jedem Genre bekannte F2P-Spiele. Im Strategie Bereich ist das bekannteste wohl League of Legends. Der berühmten Warcraft 3 Funmap Dota nachempfunden, ist es mitllerweile einer der beliebtesten Esports Titel. Auf Facebook kann man sich vor allem mit Browsergames wie Famerama vergnügen. Am weitesten verbreitet ist das F2P-Modell jedoch bei Online-Rollenspielen.
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Heißt Free To Play auch Pay to Win?

Oftmals ist es so, dass man die Free To Play Titel zwar kostenlos spielen kann, wer allerdings auch ganz oben mitspielen will, der muss meist viel Geld investieren. Das nennt man dann Pay to Win. Allerdings gibt es auch Titel in denen das nicht so ist. Spiele wie Rift oder Tera können auch komplett ohne Geld bis ins High End Game gespielt werden, auch wenn es mit ein paar Investitionen meist schneller und bequemer geht.
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Die Kritik an Free to Play Games

Gerade in der seriöseren Gaming-Community wird der Begriff „Free to Play“ belächelt – um nicht zu sagen, verachtet. Dies liegt zum Einen daran, dass die meisten Free to Play Games, ganz getreu Ihrem Namen, dementsprechend auch mindere Qualität in allen Bereichen – von Gameplay, über Design, bis Sound und Langzeitmotivation präsentierten. Zum Anderen verfolgen viele Free to Play Games relativ ungeniert die Taktik: „Gib mir Geld und du hast ein wenig Spaß, bis du dann wieder Geld überweisen musst.“

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F2P Kritik: Game Design

Gerade die Vorreiter dieses Geschäftsmodells, also Browsergames wie FARMERAMA oder Seafight fallen in dieses Muster. Vergleichsweise schlechte Grafik- und Spielqualität wird im Kontext der heutigen Gaming-Branche nur schlecht aufgenommen. Spielerisch sind diese Vertretet nicht zwingend minderwertig, doch bleibt der Ziel der Free to Play Browsergames, möglichst viele Rezipienten zu erreichen. Dementsprechend müssen Hardware Anforderungen zurückgeschraubt werden, wenn auch Unity – das derzeit aktuelle Browserplugin für derartige Spiele – einiges mehr ermöglicht.
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F2P Kritik: Gamer melken

Free to Play Games müssen sich auch irgendwie finanzieren. In der Regel geschieht dies durch Event-Updates oder Booster. Wer schneller etwas erreichen will – also Zeit sparen will – kann von 5 bis 50Euro für Booster-Pakete ausgeben, die zumeist InGame-Währung, Gegenstände und andere Boni mitbringen ausgeben. Hat sich dann eine ansprechend große Community gebildet, werden Eventues veröffentlicht, die leider oftmals auch nur darauf abzielen, bestimmte Items zu kaufen, um möglichst gut abzuschneiden. Hier wären wir also wieder bei „Pay to Win“.
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Free to Play Playstation Controller
Die Free to Play Games Planetside 2 und DC Universe Online werden auch auf der PS4 spielbar sein (c) Sony Computer Entertainment Europe / www.sony.de

AAA & F2P?

Entgegen dem ursprünglichen F2P Trend, günstige Spiele über den Browser oder in Facebook integriert zu präsentieren, hat sich das Free to Play Modell inzwischen auch im AAA Bereich etabliert und feiert ganz eigene Erfolge. Während viele Online Games, wie zum Beispiel League of Legends, War of Tanks oder Planetside 2 von Grund auf als F2P Games definieren, hat sich auch im jahrelang festgefahrenene MMORPG Markt in den letzten Jahren einiges geändert.

Vom Abo zu Free to Play

Das usprüngliche Abo-Modell (Im Normalfall um die 15€ im Monat) verschwindet Stück für Stück und wird ersetzt durch Free to Play. Ganz wichtig hier: Monetarisiert wird mit Ingame Gegenständen – besonders beliebt sind Aussehens-verändernde Gegenstände, Kostüme oder Scrolls. Gamer geben einen Großteil ihres Budgets in diesen Spielen für kosmetische Services aus. Mit Aion, Tera, Star Wars: The Old Republic und neuerdings auch Rift gehören einige Größen der Rollenspielszene nun zur F2P-Kategorie. Das Einzige Online-Rollenspiel, das sich auch mit Abo-Modell halten kann, ist weiterhin World of Warcraft, doch auch hier scheint es nur eine Frage der Zeit, bis Free to Play der Stand der Dinge wird.

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