Karriere in den Medien – Tätigkeitsbereiche und Einstieg

Medienmanagement studieren - Karriere in den Medien

„Irgendwas mit Medien“ hat als Antwort auf die Frage „Was willst Du nach der Schule machen?“ einen etwas unrühmlichen Beiklang. Dabei beschreibt der ins Ungewisse formulierte Berufswunsch gut die vielfältigen Berufs- und Karrierechancen in der Medienbranche: Kaum ein anderer Wirtschaftsbereich ist in den letzten Jahrzehnten so gewachsen wie die Medienwirtschaft. Gleichzeitig ist die Branche einem permanenten Wandel durch Digitalisierung und Globalisierung unterworfen und differenziert sich stetig in den Aufgabenbereichen und Berufsbildern aus.

Zu den klassischen Berufsbildern in den Publikums- und Fachverlagen, bei den Rundfunk- und Fernsehanstalten und in den PR- und Werbeagenturen sind neuere Berufsbilder wie Online Marketing, Social Media Management, Kommunikationsmanagement, Eventmanagement und Medienmanagement dazugekommen. Zugleich ist in der Kultur- und Medienbranche das Prinzip der Wirtschaftlichkeit angekommen: das tollste TV-Format, das spektakulärste Event, der neueste Showact und die eindrucksvollste Kunstausstellung wird ein Papiertiger bleiben – oder den Beteiligten finanziellen Schaden zufügen – wenn das Projekt nicht unter wirtschaftlichen Maßgaben professionell auf- und umgesetzt wird.  Damit dies gelingt, werden immer öfter Medienmanagerinnen und Medienmanager an Bord geholt.

Betriebswirtschaftliches Studium mit Ziel Medien

Der Studiengang „Medienmanagement“ verknüpft betriebswirtschaftliches Wissen mit medienrelevantem Know-how. Mit einem Bachelor oder einem vergleichbaren Abschluss ist der Grundstein für eine erfolgreiche Karriere in der Medienwirtschaft in Deutschland und im Ausland gelegt. Wer sich für ein Studienfach interessiert, das kreative Ideen und wirtschaftlichen Erfolg ohne Scheu in einem Atemzug nennt, sollte Medienmanagement studieren.

In Deutschland bieten Hochschulen, Fachholschulen und Akademien den Studiengang  Medienmanagement an. Für ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule benötigt man in der Regel das Abitur oder Fachholschulreife. Private Schulen sind nicht an diese Regelung gebunden. Hier ersetzen je nach Lehrinstitut unter Umständen studienrelevante praktische Erfahrungen und Erfolg bei einem ausführlichen Bewerbungsverfahren die fehlende (Fach)Hochschulreife ersetzen. Das Studium kann in Vollzeit, Teilzeit, berufsbegleitend oder dual absolviert werden. Die Regelstudienzeit beträgt sechs bis acht Semester.

Vielseitige Studieninhalte rund um Wirtschaft und Medien

Ein Studium in Medienmanagement folgt nicht einem landes- oder bundesweiten Curriculum, sondern wird von den Studierenden je nach Schwerpunkt in Teilen individuell gestaltet. Neben verbindlichen wirtschaftlichen Themen wie Volkswirtschaft, Unternehmungsführung, Controlling und Rechnungswesen können über mehrere Semester folgende Studieninhalte Wahlmodule im Studiengang Medienmanagement sein:

  • Medienwirtschaft
  • Medientheorie
  • Medienrecht
  • Medienproduktion
  • Medienforschung
  • Medienpsychologie
  • Kommunikationsmanagement
  • Musikmanagement
  • Marketing
  • Projektmanagement
  • Journalismus
  • Public Relations
  • Wirtschaftspsychologie

An einigen Hochschulen können die Studierenden auch einen Abschluss in Business Management mit der spezialisierten Studienrichtung Medien-, Kultur- und Eventmanagement machen. Mehr Qualifikation geht kaum!

Karriere in den Medien: Medienmanagement studieren
Wer Karriere in den Medien machen möchte, sollte Medienmanagement studieren / ©istockphoto.com AlexBrylov

Praktika und praxisbezogene Lehrinhalte

Viele Universitäten, Fachholschulen und Akademien sehen mehrere mehrwöchige Praktika in Deutschland oder dem Ausland während des Studiums vor. Die Studierenden sollen von Anfang an Gelegenheit haben, Gelerntes in der Praxis zu überprüfen und in Angewandtes zu verwandeln. An einigen Schulen werden Praktikumsplätze in kooperierenden Unternehmen vermittelt.

Das in vielen Studiengängen vorgesehene Auslandssemester stößt in ein ähnliches Horn: Die Medienwirtschaft ist international. Dafür sollen die Studierenden möglichst frühzeitig qualifiziert werden. Die Entwicklung von Soft Skills – ein weiterer Schwerpunkt an vielen Hochschulen – ist in Deutschland wie im Ausland für den beruflichen Aufstieg von Vorteil. Wer souverän präsentieren kann und sich in Personalführung auskennt ist vielen anderen in Sachen Management einen Schritt voraus.

Medienmanagement studiert – und dann?

Mit einem Bachelor oder anderen Abschluss Medienmanagement in der Tasche kann man sich guter Dinge auf Jobsuche machen. Mögliche Jobs für Medienmanagerinnen und Medienmanager sind unter anderem:

  • Projektleiter*in im Kultur-, Kunst- oder Musiksektor
  • Projektmanager*in in einem Unternehmen, einer Agentur oder einer Behörde
  • Produzent*in für Medienprojekte (TV, Film, Musik)
  • Pressesprecher*in
  • Marketingmanager*in
  • Social-Media-Manager*in
  • Eventmanager*in
  • Unternehmensberater*in

Wer Medienmanagement studieren möchte, sollte sich frühzeitig über die verschiedenen Studiengänge, Studiengebühren und Studienbeginn informieren. Viele Institutionen stellen auf ihren Homepages Infomaterial zum Studienfach Medienmanagement zur Verfügung. Universitäten, Fachhochschulen und Akademien bieten in der Regel auch eine Studienberatung an. Interessierte können sich dann schon mal den Campus der Hochschule anschauen, an der sie Medienmanagement studieren möchten!

Related posts

Leave a Comment