Mobile Devices und Pflegesoftware im Gesundheits-Management

Die Technologie hat unser tagtägliches Leben längst fest im Griff. Doch ist sich auch jeder bewusst, in welchen Bereichen heutzutage technische Errungenschaften den Alltag und die Arbeit erleichtern? Nehmen wir zum Beispiel einmal die Pflege. Zugegeben, ein zunächst eher trockenes und unspannenes Thema. Mit Pflege setzt man sich entweder auseinander, weil man in dem Bereich tätig ist, oder weil man selbst pflegebedürftig ist. Doch auch hier gibt es mittlerweile fortschrittliche Pflegesoftware, über die Cloud verbunden mit Mobile Devices, die eine weitaus effizientere Arbeit ermöglicht.

 

Pflegesoftware Mobile Devices
Moderne Pflegesoftware involviert Mobile Devices (c) Cristine Lietz / pixelio.de

Mobile Devices im Gesundheits-Management

Eine allgemeingültige Definition von Pflege ist bis heute nicht vorhanden. Der Begriff wird meist mit der Krankenpflege in Verbindung gebracht, worunter auch die Altenpflege eine bedeutende Stellung einnimmt. Neben der Weltgesundheitsorganisation und zahlreichen anderen Organisationen hat auch der Weltbund der professionell Pflegenden (International Council of Nurses) hierzu eine Definition erstellt. Dazu wurden fünf Aufgabenfelder klassifiziert und ein Ethikkodex für die Arbeit und das Umfeld der Pflegenden formuliert.

Aufgabenfelder der Pflegenden:

  • Gesundheit soll gefördert werden
  • Krankheiten sollen verhütet werden
  • Gesundheit ist wiederherzustellen
  • Leiden sind zu lindern
  • Das Leben und die Würde eines Menschen sind zu achten

Der Kodex beschreibt die Arbeit des Pflegenden und sein Umfeld. Dazu gehören:

  • Mitmenschen
  • Berufsausübung
  • Profession
  • Kollegen

Pflegerische Tätigkeit und Dokumentation – Spannungsfeld in der Praxis

Die praktische Pflege ist ein vielschichtiger und komplexer Prozess. Zudem muss er umfassend auf die individuelle Situation der zu pflegenden Person zugeschnitten sein. Dabei müssen Daten, Fakten und Informationen immer an die aktuell vorliegende Situation angepasst und lückenlos dokumentiert werden. Pflegesoftware-Lösungen müssen die Besonderheiten der stationären wie ambulanten Pflege berücksichtigen. Im Idealfall greift man hier auf Pflegesoftware-Komplettsysteme wie die von Standard Systeme zurück, die sowohl Dokumentation als auch Planung und Mitarbeiter-Management integriert. Je mehr Schnittstellen in der modernen und mobilen Pflegeplanung abgedeckt werden, desto effektiver kann der Einsatz von Pflegesoftware gestaltet werden.

Hard- und Pflegesoftware am Patienten – Einwände und Verfügbarkeit

Pflegesoftware Hygiene Bedenken
Ein möglicher Einwand gegen Hard- und Pflegesoftware: Hygiene Mängel (c) Dieter Schütz / pixelio.de

Hier werden auch bestimmte Anforderungen an die Hardware je nach Einsatzort gestellt. Hygienische Aspekte aufgrund fehlender Sterilisations- und Desinfektionsmöglichkeiten der Hardware führen bisweilen noch zu Einschränkungen. Oft zeigen sich in der Praxis noch Medienbrüche aufgrund fehlender Hardware. Am Patienten steht kein Computer mit Pflegesoftware zur Verfügung. Daten werden weiterhin manuell per Stift und Papier erfasst, die spätere Übertragung erfordert zudem zusätzliche Zeit, die für die eigentlichen pflegerischen Tätigkeiten fehlt. Zudem ist hier eine mögliche Fehlerquelle aufgrund von Übertragungsfehlern gegeben. Alles Punkte, die durch eine leistungsfähige Pflegesoftware verringert werden können.

Neue Möglichkeiten – Technische Entwicklungen

Mobile Devices wie Tablet-Computer und Smart- und Business-Phones werden zunehmend eingesetzt, um die in der Pflegedokumentation aufgezeichneten ärztlichen Forderungen an die Behandlungen abzurufen und pflegerisch umzusetzen.

Zu dieser Plegesoftware gehören beispielsweise die Anordnungen zur Medikation bezüglich Einnahme und Dosierung, die mit der Pflegesoftware erfasst und zugänglich gemacht werden können. Aber auch weitere Informationen und besondere Vereinbarungen zur pflegenden Person sind so vor Ort mit Hilfe der Pflegesoftware abrufbar und können gegebenenfalls auch direkt bearbeitet werden. Damit steht jederzeit eine lückenlose Dokumentation zur Verfügung, die auch anderen Bereichen zur Verfügung gestellt werden kann. Abrechnungen können mit der Pflegesoftware schneller durchgeführt werden. Zeitaufwendige und lästige Rückfragen entfallen bzw. können auf ein Minimum reduziert werden.

Mit den Mobile Devices steht auch ein zusätzlicher Kommunikationskanal für derartige Rückfragen zur Verfügung. Die Verwendung von Pagern kann durch den Einsatz von Pflegesoftware entfallen. Entsprechende Rückfragen lassen sich durch die Verwendung von Mobile Devices zeitnah und wesentlich stressarmer gestalten. Auch Dienstpläne sind mit einer umfassenden Pflegesoftware-Lösung schneller erstellt. Zudem lassen sich auch die erforderlichen Absprachen der Mitarbeiter untereinander und die Berücksichtigung individueller Wünsche einfacher realisieren.

Lohnt sich der Einsatz von mobiler Technik und Pflegesoftware?

Pflegesoftware Akten Ordner
Mit Pflegesoftware können große Aktensammlungen digitalisiert werden (c) Claudia Hautumm / pixelio.de

Der Einsatz von Mobile Devices mit Einbindung von Pflegesoftware kann bei entsprechender Umsetzung wesentlich zur Zeitersparnis- und Arbeitserleichterung beitragen. Allerdings sind schon jetzt die Aspekte des Datenschutzes und der Datensicherheit zu berücksichtigen.

Einwände können sicherlich oft durch die Anbindung von Tastaturen mittels Bluethooth-Schnittstelle beziehungsweise durch Voice-to-text-Anwendungen und Headsets umgangen werden. Immer vorausgesetzt natürlich, dass die Pflegesoftware weiterhin reibungslos funktioniert. Natürlich wird hier nicht dieselbe Belastbarkeit gefordert, wie beim Industrie PC beispielsweise. Aber je verlässlicher die Pflegesoftware, um so eher kann sie ihren eigentlichen Zweck wirklich erfüllen: Vereinfachen, Verschnellern, Versorgen.

Die technische Entwicklung bietet schon jetzt Lösungen, um hygienische Aspekte zu berücksichtigen. Mittels Lasertechnik können virtuelle Tastaturen auf leicht zu reinigende Oberflächen projiziert werden. Die Spracherkennung mit Transformation in Text kann selbst unter Bedingungen des Barrier Nursing eingesetzt werden, solange die Funkverbindung steht. Neue, materialschonende Desinfektionsverfahren mit Hilfe von kaltem Plasma werden erprobt.

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