Was unterscheidet die Projektplattformen und die Online-Jobbörsen

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Unser Leben wird immer mehr digital. Wir finden neue bzw. alte Freunde im Internet, lesen Zeitschriften und Weblogs online, kaufen im Netz ein und bestellen auch Essen über Webseiten der Restaurants bzw. Lieferservices. Viele arbeiten auch online und finden auf dem gleichen Weg neue Jobs bzw. Aufträge. Die Online-Jobbörsen haben die traditionellen Stellenanzeigen aus den Printmedien ersetzt.

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Einfache Projektvermittlung (c) Jorma Bork / pixelio.de

Das heißt nicht, dass niemand mehr die Printversion mit den Anzeigen durchblättert oder dass keine Jobangebote mehr gedruckt werden, jedoch haben die Online-Services viel mehr an Bedeutung gewonnen und der Printversion  einen Großteil des Publikums weggenommen. Neben den Online-Jobbörsen, deren Zielgruppe Festangestellte bzw. Festanstellungssuchende sind, entstanden sogenannte Projektplattformen, die sich mit Projektvermittlung an Freelancer beschäftigen.

Der große Unterschied zwischen den Online-Jobbörsen und den Projektplattformen ist die Zielgruppe. Aber eigentlich ist das ganze Verfahren bei den beiden Service-Arten unterschiedlich. Jemand, der eine feste Stelle sucht, registriert sich bei einer Jobbörse, gibt sein Interessenkreis (Branche, Stelle, usw.) ein und wartet auf Angebote. Dann kann er sich direkt bei dem suchenden Unternehmen bewerben, entweder über die Jobbörse oder selbst eine E-Mail mit seinem Anschreiben und seiner Bewerbung schicken. Bei den Projektplattformen läuft das Verfahren an einigen Stellen ähnlich ab, jedoch unterscheidet sich die Art der Bewerbung.

Jeder Freelancer (Programmierer, Webdesigner, Übersetzer, usw.) kann sich (meistens – vom Anbieter abhängig) kostenlos registrieren und sein Expertenprofil anlegen. Wichtig dabei ist eine möglichst genaue Angabe der ausgeübten Fähigkeiten. Diese verwendet die Plattform als Schlüsselwörter, um die relevantesten Projektangebote zu finden und dem Freelancer zuzuschicken. Jeder, der ein Angebot bekommen hat, kann sich für das Projekt bewerben, indem er sein Gebot abgibt. Der Auftraggeber vergleicht die Angebote und die Profile der Dienstleister und entscheidet sich für den am besten passenden.

Diese Art der Zusammenarbeit ist sehr praktisch und bequem sowohl für Auftraggeber als auch für Freelancer. Erstere brauchen nicht mehr nach passenden Experten in Netz zu suchen, sondern bekommen viele Profile von Dienstleistern auf ein Mal und können den gewünschten Provider beauftragen. Letztere profitieren auch davon, weil sie nicht mehr wie früher das Internet ewig nach neuen Projektangeboten durchsuchen müssen, sondern interessante Projektvorschläge zugeschickt bekommen.

Wichtig dabei ist auch der internationale Aspekt. Da die meisten Projektplattformen weltweit aktiv sind, entsteht sowohl für Auftraggeber als auch für Freelancer eine äußerst interessante Möglichkeit, neue Kontakte in verschiedenen Ländern zu knüpfen. Für die Dienstleister sieht das auch viel besser im Lebenslauf aus, wenn sie Referenzen von internationalen Kunden haben.

Es sind aber nicht nur Freelancer, die sich als Provider bei den Projektplattformen registrieren. Auch verschiedene Agenturen oder Übersetzungsbüros melden sich als Dienstleister an und bewerben sich für unterschiedliche Projekte.

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